Taiji

Taijiquan ist eine alte chinesische Bewegungsmeditation und Kampfkunst, welche die Yin–Yang Philosophie des Taoismus verkörpert. Es gibt zahlreiche Taijiquan Stile, doch die wesentlichen Prinzipien sind immer dieselben. Diese Prinzipien basieren auf dem tiefgründigen Verständnis der alten Meister und sind wissenschaftlich fundiert. Taijiquan ist eine faszinierende Bewegungs- und Meditationskunst geeignet für jedes Alter.

Einige Tai Chi Prinzipien

1. Vertikale Ausrichtung

Die Schwerkraft, die vertikal wirkt, ist die grösste Kraft die dauernd auf uns einwirkt während wir uns bewegen. Anhand dieser Kraft können wir unseren ganzen Körper ausrichten, so dass wir immer in perfekter Balance sind. Dabei ist sehr wichtig, dass der Kopf entspannt aufgerichtet ist und die Sehnen sich entspannen. Somit wird das Sinken ermöglicht.

2.Keine Verspannung aufbauen

Sämtliche Gelenke wie Schultern und Ellbogen müssen entspannt und mit dem Zentrum verbunden sein. Das Kreuz sollte geöffnet und entspannt sein. Die Gelenke sollten übereinander sein so dass keine Verdrehungen entstehen können.

3.Die Bewegungen werden vom Zentrum erzeugt

Das Becken bestimmt die Armbewegung sowie die Schritte. Die Arme und Beine sollten immer mit dem Zentrum verbunden sein. Der Köper bewegt sich als Ganzen in einer fliessenden, entspannten und verbundenen Weise.

4. Klare Unterscheidung zwischen voll und leer

Beweglichkeit kann nur entstehen wenn klar zwischen voll und leer unterschieden wird. Die leere Seite ist dabei entspannt, so dass eine fliessende Verlagerung des Schwerpunktes möglich ist. Dies kann mit einem Ball verglichen werden, der nur einen Berührungspunkt am Boden hat.

Die Form

Die Form besteht aus langsamen harmonisch ineinanderfliessenden Bewegungen und stellt den Kampf gegen einen imaginären Gegner dar. Anhand der Tai Chi Chuan Prinzipien lernt man sich dabei in einer entspannten, zentrierten und balancierten Art zu bewegen. Dabei werden die Gelenke geschmeidig gemacht, der Körper wird gekräftigt, die Koordination gefördert und die Blutzirkulation wird angeregt. Das Üben der Form beinhaltet nicht nur das Erlernen der verschiedenen Positionen, sondern es handelt sich um das Verstehen der Bewegung von Position zu Position. Es muss grosse Aufmerksamkeit auf die Synchronisation, das Timing und die Körperausrichtung gelegt werden. Wenn diese Ausrichtung stimmt kann sich eine natürlich entspannte Kraft entwickeln. Entspannung in und durch die Form entsteht durch das Bewusstwerden des ganzen Körpers.

Stehen/Zhan Zhuang

Das Stehen war schon immer ein wichtiger Bestandteil der inneren Kampfkunst. Es ist eine hervorragende Übung um in den Körper hineinzuspüren ohne sich zu bewegen. Durch diverse Stehübungen wird die Körperstruktur gestärkt, Gelenke und Muskulatur können sich entspannen. Zhan Zhuang hat ist eine wertvolle Übung zur Verbesserung und Erhaltung der Vitalität und wird auch von diversen Sportwissenschaftlern empfohlen. In China werden diese Übungen erfolgreich gegen diverse Krankheiten eingesetzt.

Pushing Hands/Tuishou/Schiebende Hände

Pushing Hands ist ein weiterer Baustein von Taijiquan. Dabei übt man sich entspannt, balanciert und geerdet zu bewegen auch wenn eine externe Kraft einwirkt. Dabei muss die Kraft vom Gegenüber gespürt und verstanden werden damit man dieser ohne Widerstand folgen kann. Durch das rückführen dieser Kraft sowie das hineinspüren in den Partner kann dieser aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Wenn jemand stösst, dann ziehst du und wenn jemand zieht dann stösst du. Wichtig dabei ist, dass fast keine Kraft angewendet wird. Pushing Hands bringt ein spielerisches Element in das Taijiquan.